Kurz gefasst
Eine Vielzahl von frei zugänglichen Internetseiten (legale und illegale) bieten böswillige, unangemessene oder verbotene Inhalte an, oder wirken sich einfach nur negativ auf die Produktivität der Mitarbeiter aus. Der Besuch böswilliger Internetseiten kann die Installation von Schadprogrammen zur Folge haben, sogar ohne dass der Benutzer dies merkt. Wobei der Besuch von illegalen oder verbotenen Internetseiten die Organisation gesetzlich haftbar macht.
Um zu verhindern, dass Mitarbeiter auf solche Seiten gelangen, kann die Organisation einen Internetfilter als Schutzmaßnahme einrichten.
Man nennt diese Filter auch "web Proxy". Es gibt sie in folgenden Konstellationen: Die bekanntesten freien Proxy-Server sind "squid und squidguard", "DansGuardian" oder "HAVP" welche man auch in den meisten freien oder auch kommerziellen Firewall-Lösungen findet.
Wie funktioniert der Filter?
Ein Internetfilter untersucht alle Kommunikationen (Inhalt und/oder Empfänger) vom und zum Internet, um einen Austausch mit böswilligen Internetseiten oder solchen, die unangebrachte oder illegale Inhalte haben, zu verhindern. Dieser Filter darf nicht mit dem Phishingfilter des Browsers verwechselt werden, denn im Gegensatz zu diesem, der im Internetbrowser des Benutzers installiert ist, läuft der Internetfilter auf einem dedizierten Server und kann nicht leicht vom Benutzer umgangen werden.
URL-Untersuchung
Ein Internetfilter, der auf Basis von URL-Analysen arbeitet, verfügt über eine Datenbank durch die er die verschiedenen URLs unterschiedlichen Kategorien zuordnen kann. Diese Datenbanken werden von speziellen Firmen gewartet, welche den URLs bestimmte Kategorien zuweisen, wie z.B. Spiele, Pornografie, Geldspiele usw.
Sobald einen neue Internetseite gefunden wird, wird sie kategorisiert und, falls notwendig, der Datenbank hinzugefügt. Dieses Vorgehen verhindert nicht den Besuch von sehr neuen Internetseiten, die noch nicht kategorisiert worden sind, bzw. den Zugriff auf erst kürzlich böswillig gewordene Internetseiten.
Die Organisation kann nichts desto trotz Kategorien wie Spiele, Pornografie oder Geldspiele oder auch soziale Netzwerke verbieten.
Analyse des Inhalts der Kommunikation
Einige Filter sind in der Lage, den Inhalt von Seiten zu untersuchen, auf die ein Benutzer zugreifen will. Auf Basis von Schlagwörtern wird die Seite kategorisiert, und je nach Einstellung angezeigt oder auch nicht. Diese Art zu filtern ist wirksam gegen neue Internetseiten, die noch nicht in der URL-Datenbank enthalten sind, produziert aber viele Fehlalarme.
Untersuchung von böswilligen Inhalten
Einige Filter verfügen über Antivirenprogramme und können den Inhalt besuchter Webseiten untersuchen und den Zugriff auf Schadprogramme verhindern.
Bild-Analyse
Einige Filter können auf Anfrage auch Bilder kategorisieren. Der Filter ordnet den Bildern Kategorien zu, bevor er sie anzeigt oder verbirgt.
Sicherheitspolitik
Schreiben Sie folgende Sicherheitsleitlinien und sorgen Sie für deren Umsetzung:
